Bundeswasserstraße, Weißwurstäquator, Mainlinie, Pfaffengasse, Rot, Weiß, Dreieckig, Viereckig – der Main hat viele Namen und noch mehr Gesichter, die es zu erforschen gibt.

Frankfurt am Main © Flickr - tinyfroglet
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Der Main – Weiß und Rot

Der Main mündet in den Rhein. Das tut er zwischen Ginsheim-Gustavsburg und Mainz-Kostheim, einem Stadtteil von Wiesbaden. Hier findet man den Kilometerstein Null. Bevor es zur Mündung kommt, muss es allerdings eine Quelle geben. Der Main hat sogar gleich zwei davon: Bei Creußen entspringt der Rote Main und 50 km entfernt im Fichtelgebirge der Rote Main. Diese beiden vereinigen sich in der Nähe von Kulmbach, bevor er durch Hessen fließt.

Die Quelle des Weißen Main liegt inmitten von sehr hellem Granit. Dieses färbt das Wasser scheinbar weiß. Der Rote Main  führt jede Menge Sediment aus rotem Lehm mit sich, von dem er seinen Namen hat.

Der Main in der Kunst

Weißwurstäquator wird der Main genannt, weil er die kulturelle Grenze bildet zwischen Süd- und Norddeutschland. Die Sprachgrenze zwischen Mitteldeutsch und Oberdeutsch nennt man Mainlinie, und nicht zuletzt wegen der unzähligen Klöster und Bistümer heißt der Main auch Pfaffengasse.

Clemens Brentano, Heinrich von Kleist, Eva Demski und viele andere Schriftsteller haben den Main in ihren Geschichten und Erzählungen gewürdigt. Berühmte Dichter wie Joseph Victor von Scheffel und Friedrich Hölderlin schreiben ganze Oden an den Main. Matthäus Merian und Max Beckmann sind nur zwei der vielen Maler, die den Main in ihren Bildern verewigt haben.