Der Alte Kran ist der erste nachgewiesene Landkran, zwischen Mainz und Köln am Rhein. Er stammt, der Aufschrift nach, aus dem Jahr 1487 und war eine sichere Einnahmequelle für das Mainzer Domkapitel. Zwischen 2005 und 2007 wurde der Alte Kran vollständig renoviert und wieder funktionstüchtig gemacht.

Der Alte Kran am Rheinufer

Erst durch die Entdeckung der Stiftungsinschrift im Jahr 2007 konnte das genaue Baudatum des Alten Landkran in Bingen im Rhein-Main-Gebiet festgestellt werden. Er war der erste, überhaupt nachweisbare Landkran, den es am Rhein gab. Der Alte Kran wurde für das Be- und Entladen der Schiffe auf dem Fluss benutzt. Dies war vorgeschrieben und es wurden dafür Gebühren kassiert. So hatten die Binger Landherren immer eine sichere Einnahmequelle. Der Kran musste regelmäßige Instandhaltungsmaßnahmen über sich ergehen lassen, da er aufgrund seiner dauernden Nutzung eine hohe Verschleißabnutzung hatte.

Die Benutzung und Bedienung des Alten Kran in Bingen

Der Alte Kran in Bingen im Rheingau wurde von einem Kranmeister und zwei Kranknechten bedient. Der Kranmeister war für die Einnahmen und die Verwaltung des Geldes zuständig. Er hatte auch dafür zu sorgen, dass das Bauwerk immer funktionstüchtig war. Die zwei Kranknechte bedienten den Alten Kran. Die Kranknechte mussten die zwei Laufräder im Innern des Krans in Bewegung setzten. Diese Laufräder waren für das Anheben und Ablassen der Ladung zuständig. Die Kuppel selbst mit dem daran befindlichen Kranarm konnte außerdem gedreht werden. Dafür nutzte man einen Balken.

Wie muss man sich diesen Kran vorstellen?

Der Kran befindet sich auf einem Fundament, ähnlich einem Podest. Das Gebäude an sich ist Quadratisch. Darauf sitzt eine drehbare Kuppel mit einem Kranarm. Die Bedienung des Krans erfolgte aus dem Innern des Geäubde. Weitere Informationen über Bingen und seine Sehenswürdigkeiten findet man hier.

Tourist-Information
Rheinkai 21
55411 Bingen am Rhein
Telefon: 06721 184205

Der Rhein ist eigentlich ein Strom und kein Fluss. Ein Strom zeichnet sich durch eine Länge von mindestens 500 km aus und mündet in ein Meer. Der Rhein ergießt sich in die Nordsee.

Mündung der Mosel in den Rhein © Flickr - onnola
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Fakten zum Rhein

Der Rhein nimmt seinen Anfang in der Schweiz im Kanton Tessin. Er berührt in seinem Verlauf also die Schweiz und daneben noch die Niederlande, Deutschland, Frankreich und Österreich.
Bei Rotterdam in den Niederlanden mündet das Rheindelta in die Nordsee. Bei einer Länge von 1.233 km überwindet er Höhenunterschiede von 2.345 m. Der Rhein ist einer der verkehrsreichsten Flüsse der Welt. Er hat mehr als elf Zuflüsse, unter anderem den Main.

Man unterscheidet von der Mündung bis zur Quelle folgende Namen:
Alpenrhein, Seerhein im Bodensee, Hoch-, Ober-, Mittel- und Niederrhein und das Delta. Zwanzig Großstädte berührt der Rhein auf seiner Reise in die Nordsee. Über 60 Brücken überqueren ihn, und  er bildet 47 Inseln, im Oberrhein ist Korsika zu finden. Neunzehn Mal gab es gefährliche Hochwasser im Rhein, 5 Mal sorgte Niedrigwasser für die Einstellung des Schiffsverkehrs. Vierunddreißig Häfen werden vom Rhein aus angesteuert.

Romantik am Rhein

Die Loreley dürfte die bekannteste Anwohnerin des Rheins sein. Heute ist der Felsen der Loreley eine touristische Attraktion für Besucher aus aller Welt. Auch vom Nibelungenlied hat jeder schon einmal etwas aufgeschnappt.
Geheimnisvolle Geschichten ranken sich um die zahlreichen Schlösser und Burgen an den Ufern des Rheins.

Schloss Stolzenfels und Burg Rheinstein tauchen immer wieder in der Literatur auf. William Turner mit seinem außergewöhnlichen Spiel von Licht und Schatten hat den Rhein mehr als einmal gemalt.

Ein einziger Beitrag kann unmöglich alle Facetten des Rheins abdecken. Es werden einige weitere Porträts dieses interessanten Themas folgen.

Mit knapp 90 km ist die Nidda nicht gerade einer der längsten Flüsse im Rhein-Main Gebiet. Trotzdem hat sie Einiges zu bieten, besonders für Wanderer und Radfahrer.

Nidda Mündung Frankfurt Main © Wikipedia - dontworry
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Die Nidda – ein Wanderparadies

Der Name Nidda ist uralt. Ausgrabungen von Römerstationen zeugen von Stätten aus dem ersten Jahrhundert. Sie nannten eine Stätte Nida, und es wird davon ausgegangen, dass die Nidda ihren Namen damals schon hatte.

Die Nidda entspringt in einem geheimnisvollen Hochmoor am Taufstein in Vogelsberg. Ganz in der Nähe ist ein Parkplatz für Wanderfreunde eingerichtet, die Niddaquelle. Von dort aus kann man der Route ins Hochmoor folgen. Das Bett der Nidda ist nicht besonders tief, und daher tritt sie recht häufig über ihre Ufer.

Das Ergebnis ist eine vielfältige Flora und Fauna in den feuchten Landstrichen rechts und links vom Fluss, die nicht so exotisch ist wie im Palmengarten in Frankfurt, aber dennoch sehr reizvoll. Seltene Vogelarten wie Eisvögel, Rallen, verschiedene Spechtarten, Schwarzstörche und Wanderfalken haben sich wieder angesiedelt.

In der Nidda tummeln sich Forellenarten, Karpfen, Barsche, Hechte und Aale neben vielen weiteren. Die Renaturierung hat sich bei der Nidda mehr als gelohnt. Angelfreunde finden hier Informationen.

Der Nidda Radweg

Der Nidda Radweg wird seit 2007 immer weiter ausgebaut. Er soll nach und nach von der Quelle bis zur Mündung erfahrbar sein. Erlebnispunkte sind bereits eingerichtet, und ständig kommen neue hinzu. Kunst am Fluss in Florstadt, Wassersport in Schotten, Naturparks in Ranstadt und Florstadt und den Obstanbau und die Verarbeitung erlebt man in Karben. Bad Vilbel und Bad Salzhausen locken mit Mineralquellen. Eine Karte des Nidda Radweges gibt es hier.

Bundeswasserstraße, Weißwurstäquator, Mainlinie, Pfaffengasse, Rot, Weiß, Dreieckig, Viereckig – der Main hat viele Namen und noch mehr Gesichter, die es zu erforschen gibt.

Frankfurt am Main © Flickr - tinyfroglet
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Der Main – Weiß und Rot

Der Main mündet in den Rhein. Das tut er zwischen Ginsheim-Gustavsburg und Mainz-Kostheim, einem Stadtteil von Wiesbaden. Hier findet man den Kilometerstein Null. Bevor es zur Mündung kommt, muss es allerdings eine Quelle geben. Der Main hat sogar gleich zwei davon: Bei Creußen entspringt der Rote Main und 50 km entfernt im Fichtelgebirge der Rote Main. Diese beiden vereinigen sich in der Nähe von Kulmbach, bevor er durch Hessen fließt.

Die Quelle des Weißen Main liegt inmitten von sehr hellem Granit. Dieses färbt das Wasser scheinbar weiß. Der Rote Main  führt jede Menge Sediment aus rotem Lehm mit sich, von dem er seinen Namen hat.

Der Main in der Kunst

Weißwurstäquator wird der Main genannt, weil er die kulturelle Grenze bildet zwischen Süd- und Norddeutschland. Die Sprachgrenze zwischen Mitteldeutsch und Oberdeutsch nennt man Mainlinie, und nicht zuletzt wegen der unzähligen Klöster und Bistümer heißt der Main auch Pfaffengasse.

Clemens Brentano, Heinrich von Kleist, Eva Demski und viele andere Schriftsteller haben den Main in ihren Geschichten und Erzählungen gewürdigt. Berühmte Dichter wie Joseph Victor von Scheffel und Friedrich Hölderlin schreiben ganze Oden an den Main. Matthäus Merian und Max Beckmann sind nur zwei der vielen Maler, die den Main in ihren Bildern verewigt haben.