20. April 2011
Privatbahnen-Streik im Rhein-Main-Gebiet
veröffentlicht von Max in der Kategorie Allgemein | Schlagwörter: News |1 Kommentar
Nicht nur Reisende müssen sich immer wieder auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Auch viele Berufspendler sind betroffen, wenn Privatbahnen streiken.
Wer steckt eigentlich hinter dem Wort „Privatbahnen“?
Private Bahngesellschaften decken neben dem Marktführer Deutsche Bahn und deren S-Bahn-Gesellschaften, den deutschen Nahverkehr ab, und das auch im Rhein-Main-Gebiet. Hierzu zählen die Privatbahnen Veolia, Benex, Keolis, Arriva, Abellio und die Hessische Landesbahn. Diese sechs Firmen decken in Deutschland etwa ein Fünftel des Nahverkehrsnetzes ab. Hierzu zählen die Marken Regentalbahn, Westfalenbahn, Nord-Ostsee-Bahn, Metronom und Ostdeutsche Eisenbahn. Treten diese Privatbahnen in den Arbeitsstreik, so ist das Chaos in Deutschland perfekt und viele Berufspendler und Reisende müssen sich mit Verspätungen und Zugausfällen abfinden.
Der Grund des Privatbahnen-Streiks
Die bereits durchgeführten Streiks wurden damit begründet, dass die Privatbahnen sich weigern, einen einheitlichen Rahmentarifvertrag für alle Lokführer abzuschließen. Derzeit betrifft dies etwa 26.000 Lokführer in ganz Deutschland. Da die Gespräche zwischen den Privatbahnen und ihren Lokführern derzeit zu keinem befriedigenden Ergebnis führen, legen die Lokführer der Privatbahnen immer wieder die Arbeit nieder und streiken. Leider geht dies immer zulasten der Fahrgäste.
Streiks der Privatbahnen, immer eine Mehrbelastung für die Fahrgäste
Da die Zustimmung zu einem einheitlichen Tarifvertrag ausgeblieben ist, werden wohl in der Zukunft immer wieder neue Streiks folgen. Sehr zum Ärger der Fahrgäste, denn die bleiben buchstäblich auf der Strecke. Da die Streiks der Privatbahnen in der Regel immer bis zu 12 Stunden im Voraus angekündigt werden, ist es für die Berufspendler und Reisenden ratsam, auf andere Verkehrsträger auszuweichen. Die Privatbahnen sollten sich jedoch über eines im Klaren sein: Streiks bedeuten immer eine Mehrbelastung an Ärger und Unmut bei den Fahrgästen und es ist fraglich, wie lange diese das Hin und Her noch mitmachen, ohne dass die Privatbahnen deutliche Verluste spüren. Auch Focus berichtet darüber.


